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Was Ist
? Taekwon-Do

Taekwondo (koreanisch 태권도, auch Tae-Kwon-Do oder Taekwon-Do, kurz TKD)

ist eine koreanische Kampfkunst, die oft als Kampfsport ausgeübt wird.

Die drei Silben des Namens stehen für Fußtechnik (tae), Handtechnik (kwon) und Weg (do).

Tae-Kwon-Do ist im Urpsrung das japanische Karate.

Unter der traditionelle Schreibweise "Taekwon-Do" sind meist die traditionellen Schulen zu finden welche Kampfkunst ( Kriegskunst/Selbstverteitigung) also vereinfacht gesagt Koreanisches Karate unterrichten.

Unter der Schreibweise Taekwondo ist die Kampfsport (Wettkampf nach Regeln/ NICHT mehr mit dem höchsten Ziel sich verteidigen zu können) variante zu finden. Sie bedient in erster Linie Publikumswirksamkeit.

Da beide Varianten auch oft unterschiedliche Namen für Techniken haben, bleiben wir bei den ursprünglicheren Bezeichnungen, da diese Bezeichnungen in allen japanischen Kampfkünsten gleich sind oder sich zumindest ähneln

( z.B. Karate-Do, Ninpo Ninjutsu, Jiu-Jitsu).

Auch im Karate-Do und Jiu-Jitsu hat es versportlichungen gegeben und auch das Judo ist die Versportlichung des Aikido.

Auch wenn bei uns das höchste Trainingsziel die Selbstverteidigung bleibt, geben wir den den Spaß den der Freikampf nach regeln macht den angemessen Raum.

Im Training werden die versportlichten Techniken und Drills gezeigt und besprochen so weit dies sinnvoll ist und auch für den Spaß. :)

Alle noch fehlerfreien Bestandteile des Tae-Kwon-Do Prüfungsprogrammes sind in unserem Implementiert.

versportlichtes Taekwondo koreanisches Karate Kampf nach Regeln

Wieso wir inzwischen von

Taekwon-Do abraten müssen.

Der Fehler im Taekwon-Do und wie es dazu kam:

Die traditionellen Hyong/Hyung-Formen (형)

In der Kampfkunstpraxis ist die korrekte Körperhaltung von fundamentaler Bedeutung.
Ein kritischer Aspekt, der in modernen Taekwondo-Formen (Poomsae) zunehmend Beachtung verdient, ist die vollständige Durchstreckung der Knie – eine Praxis, die sowohl aus biomechanischer als auch aus kampfanwendungsbezogener Sicht problematisch ist.

Biomechanische Grundlagen:
Warum gebeugte Knie essentiell sind
Kampfbereitschaft und Reaktionsfähigkeit

In allen traditionellen Kampfkünsten gilt ein fundamentales Prinzip:
Die Knie bleiben immer leicht gebeugt, niemals vollständig durchgestreckt.
 
Dieses Prinzip ist nicht willkürlich, sondern basiert auf grundlegenden biomechanischen Erkenntnissen:
Sofortige Bewegungsfähigkeit:
Ein leicht gebeugtes Knie ermöglicht unmittelbare Bewegung in alle Richtungen. Bei durchgestrecktem Knie muss zunächst eine Beugung eingeleitet werden, bevor Bewegung möglich ist – eine Verzögerung, die im Kampf entscheidend sein kann.

Strukturelle Stabilität:
Die Fachliteratur zu Karate-Stellungen betont einhellig, dass in allen grundlegenden Stellungen (Dachi) "die Knie sehr leicht gebeugt sind.
Es gibt keine Stellungen, bei denen das Gewicht auf einem Bein mit vollständig durchgestrecktem Knie ruht" (Wikipedia: Karate Stances).
 
Verletzungsrisiken durch Knieüberstreckung
Die medizinische Forschung zeigt eindeutig die Gefahren der Knieüberstreckung
 
(Hyperextension):
Bandschäden: Studien belegen, dass Knieüberstreckung zu Schäden an den Kniebändern führen kann, insbesondere am vorderen Kreuzband (ACL), dem hinteren Kreuzband (PCL) und den Kollateralbändern.
 
Eine biomechanische Studie von Markolf et al. (2008) demonstrierte,
dass bereits 30 Grad Hyperextension zu signifikanten Anstiegen der anterior-posterioren und rotatorischen Instabilität führt.

Gelenkdegeneration:
Eine aktuelle Studie an professionellen Kampfsportlern (PMC 11537223, 2024) zeigte mittels quantitativer MRT-Analyse, dass chronische hochintensive Belastung der Kniegelenke zu erhöhten T2-Relaxationszeiten im Knorpel führt – ein Frühindikator für degenerative Veränderungen. Besonders betroffen ist das mediale Kompartiment, das 60-80% der Kniegelenkslast trägt.

Palgwe-Formen

Gelenkdegeneration:

Eine aktuelle Studie an professionellen Kampfsportlern (PMC 11537223, 2024) zeigte mittels quantitativer MRT-Analyse, dass chronische hochintensive Belastung der Kniegelenke zu erhöhten T2-Relaxationszeiten im Knorpel führt – ein Frühindikator für degenerative Veränderungen. Besonders betroffen ist das mediale Kompartiment, das 60-80% der Kniegelenkslast trägt.

Spezifische Risiken im Taekwondo:

Eine Vergleichsstudie verschiedener Taekwondo-Disziplinen (PMC 10972494, 2024) fand, dass Poomsae-Athleten signifikant stärkere Genu-Valgum-Ausrichtung (X-Bein-Stellung) zeigten als Sparring-Athleten.

Dies wurde in direkten Zusammenhang mit der Kniestreckbewegung bei hohen Tritten gebracht: "Weil der Aufprall auf dem höchsten Punkt des Tritts erfolgen muss, ist die Genu-Valgum-Kraft bei der Kniestreckbewegung signifikant" (Dokument 1-1). Dies erhöht das Risiko für ACL- und MCL-Verletzungen erheblich.

Historische Entwicklung:

Von Kampfkunst zu Wettkampfsport

Die drei Generationen der Taekwondo-Formen

 

Die Entwicklung der Taekwondo-Formen lässt sich in drei distinkte Phasen unterteilen:

 

Phase 1:

Hyong (vor 1967) – Karate-Wurzeln Die frühen koreanischen Formen waren direkt von japanischem Karate abgeleitet, da viele Gründer des Taekwondo in Japan Karate trainiert hatten.

Diese Formen betonten tiefe, stabile Stellungen mit stets leicht gebeugten Knien.

 

Phase 2:

Palgwe (1965-1972) – Koreanisierung Die Palgwe-Formen wurden zwischen 1965 und 1967 entwickelt, um ausländische Einflüsse zu eliminieren.

Sie "betonten niedrige Stellungen, verstärkt durch eine Vielfalt effektiver Handtechniken" und behielten die traditionellen biomechanischen Prinzipien bei (YMAA, 2019).

Phase 3: Taegeuk (ab 1972) – Olympische Sportifizierung 1972 wurden die Taegeuk-Formen per Dekret eingeführt und ersetzten die Palgwe-Formen. Diese Entwicklung war explizit mit den olympischen Bestrebungen des Taekwondo verbunden:

"Als Tae Kwon Do begann, sich zu einem Kampfsport mit olympischen Aspirationen zu entwickeln, wurde eine Methode benötigt, um die aufrechte Kampfstellung zu lehren und zu unterstützen, die im Sparring-Wettkampf verwendet wird, und diese neuen Poomsae erfüllten diesen Bedarf" (YMAA, 2019).

Diese Formen "enthielten die aufrechte hohe Vorwärts- oder Gehstellung und zeigten einen größeren Prozentsatz an Tritttechniken als ihre Vorgänger" (YMAA, 2019).

Sportifizierung und Ästhetisierung:

Der Bug im System

Die Transformation von Kampfkunst zu Wettkampfsport führte zu fundamentalen Veränderungen in der technischen Ausführung:

Bewertungskriterien im modernen Poomsae:

Wettkämpfe werden nach "Genauigkeit, Technik, Präsentation und Schwierigkeitsgrad" bewertet (Taekwondo4Fitness, 2025).

Richter bewerten auf einer Skala von 1-10, wobei sie auf "korrekte Ausführung von Grundbewegungen wie Stellungen, Tritten und Blocks" sowie "Balance und Stabilität" achten.

Das ästhetische Paradox:

Die Betonung auf "Präsentation" und visueller Klarheit führte dazu, dass durchgestreckte Bewegungen als "präziser" und "sauberer" wahrgenommen werden. Punktrichter werten übertrieben deutliche Linien höher – ein Bewertungssystem, das gymnastische Ästhetik über Kampflogik stellt.

Abkehr von der Kampfanwendung:

Die Palgwe-Formen wurden als "zu kampforientiert" für Kinder angesehen.

Die Taegeuk-Formen wurden bewusst "für Kinder konzipiert" und sind "auf Sparring im Sportstil-Taekwondo ausgerichtet (d.h. sie sind weniger kampforientiert)" (Taekwondo Wiki). Sie verwenden "natürlichere, aufrechte Sparring-Stellungen (wie die Gehstellung) statt langer, niedriger Stellungen" (Taekwondo Wiki).

Vergleich mit traditionellen Kampfkünsten

Shotokan Karate: Das Gegenbeispiel

 

Die Dokumentation traditioneller Karate-Stellungen zeigt einen fundamentalen Unterschied:

Zenkutsu Dachi (Vorwärtsstellung):

In dieser grundlegenden Stellung wird explizit betont:

"Das hintere Bein ist am Knie vollständig gerade" – jedoch wird sofort qualifiziert: "Ziehen Sie die Knöchel und Knie beider Beine fest an" (The Martial Way). Die scheinbare Streckung ist in Wirklichkeit eine aktive muskuläre Spannung ohne Hyperextension.

Biomechanische Begründung:

"Durch das Vorschieben des vorderen Knies reduzieren Sie Ihre Verletzlichkeit gegenüber einem runden Knietritt.

 

Sportphysiotherapeuten sagen auch, dass dies der sicherste Weg ist, die Knie zu beugen, wenn Sie Gelenkschäden durch Belastung vermeiden möchten" (The Martial Way, Zenkutsu Dachi).

Kampflogik:

Die leichte Kniebeugung "macht es einfacher, Spannung zwischen den Beinen zu erzeugen, um die Kraft der Stellung zu erhöhen" und ermöglicht, dass "die Übergänge von Zenkutsu zu Kokutsu (Verteidigung) oder Kokutsu zu Zenkutsu (Angriff) ohne Energieverlust erfolgen" (Karatedopreschool.com).

Konsens über Kampfkunststile hinweg

Eine grundlegende Wikipedia-Aussage fasst den Konsens zusammen:

"In all diesen Stellungen sind die Knie sehr leicht gebeugt. Es gibt keine Stellungen, bei denen das Gewicht auf einem Bein mit vollständig durchgestrecktem Knie ruht" (Karate Stances).

Dies gilt universell für:

  • Shotokan Karate

  • Goju-Ryu

  • Kung Fu-Stile

  • Traditionelle koreanische Hyong

  • Ältere Palgwe-Formen

Wissenschaftliche Beurteilung: Feature oder Bug?

Die Evidenz

Aus wissenschaftlicher Perspektive muss die vollständige Kniestreckung in modernen Taegeuk-Formen als systemischer Fehler ("Bug") bewertet werden, nicht als bewusste Weiterentwicklung ("Feature"):

1. Biomechanische Inkonsistenz: Die Praxis widerspricht fundamentalen Prinzipien der Gelenkmechanik und Kampfbereitschaft.

2. Erhöhtes Verletzungsrisiko: Die medizinische Literatur zeigt eindeutig erhöhte Risiken für akute und chronische Knieverletzungen.

3. Kampfanwendungsdefizit: Die verzögerte Reaktionsfähigkeit steht im direkten Widerspruch zum Zweck einer Kampfkunst.

4. Historische Regression: Ältere Formen und alle verwandten Kampfkünste praktizieren das Gegenteil.

Die Ursache: Sportifizierung über Funktionalität

Die Entstehung dieses "Bugs" lässt sich präzise datieren und begründen:

Zeitpunkt: 1972, mit der Einführung der Taegeuk-Formen Motiv: Anpassung an olympische Wettkampfkriterien Mechanismus: Bewertungssysteme, die visuelle Ästhetik über biomechanische Korrektheit stellen Folge: Systematische Abweichung von kampfkunstbasierten Prinzipien

Praktische Implikationen

Für Praktizierende

Bewusstsein: Verstehen, dass die vollständige Kniestreckung keine traditionelle oder biomechanisch sinnvolle Praxis ist.

Anpassung: Bei Ausführung außerhalb von Wettkämpfen sollten die Knie stets leicht gebeugt bleiben.

Verletzungsprävention: Besondere Vorsicht bei hohen Tritten mit durchgestrecktem Standbeinknie.

Für Instruktoren

Kontextualisierung: Schüler sollten über die historische Entwicklung und biomechanischen Nachteile aufgeklärt werden.

Differenzierung: Unterscheidung zwischen "Wettkampftechnik" und "funktionaler Kampfkunsttechnik".

Integration traditioneller Elemente: Ergänzung des Trainings durch Palgwe-Formen oder Elemente anderer Kampfkünste.

Fazit

Die vollständige Kniestreckung in modernen Taekwondo-Formen ist das Resultat einer Sportifizierung und Ästhetisierung, die kampfkunstbasierte biomechanische Prinzipien zugunsten von Wettkampfkriterien aufgegeben hat.

 

Diese Entwicklung stellt einen systematischen Fehler dar, der:

  1. Die Verletzungsanfälligkeit erhöht

  2. Die Reaktionsfähigkeit reduziert

  3. Gegen fundamentale Prinzipien aller verwandten Kampfkünste verstößt

  4. Eine historische Regression gegenüber älteren, funktionaleren Formen darstellt

Für eine ganzheitliche Kampfkunstpraxis ist es essentiell, diesen "Bug" zu erkennen und in der eigenen Praxis – wo nicht durch Wettkampfregeln gebunden – zu den bewährten Prinzipien zurückzukehren: Knie bleiben immer leicht gebeugt, um Stabilität, Beweglichkeit und Gesundheit zu gewährleisten.

Quellenverzeichnis

Biomechanische Studien

  1. Comparison of Lower Extremity Alignment among Taekwondo Athletes of Various Subdisciplines - PMC 10972494 (2024)

    • Nachweis erhöhter Genu-Valgum-Kräfte bei Poomsae-Athleten

    • Zusammenhang zwischen Kniestreckung und ACL/MCL-Verletzungsrisiko

  2. Quantitative Evaluation of Knee Cartilage in Professional Martial Arts Athletes Using T2 Mapping - PMC 11537223 (2024)

    • Nachweis von Knorpeldegeneration durch chronische Belastung

    • Erhöhte T2-Relaxationszeiten als Frühindikator

  3. Markolf, K.L., et al. (2008). "Biomechanical and anatomical assessment after knee hyperextension injury" - PubMed 17932409

    • Kadaverstudie zu progressiven Schäden durch Hyperextension

    • Nachweis erhöhter anterior-posteriorer und rotatorischer Instabilität

  4. Comparison of Proprioceptive Training and Muscular Strength Training to Improve Balance Ability of Taekwondo Poomsae Athletes - PMC 6090404 (2018)

    • Balance-Anforderungen in Poomsae

    • Biomechanische Variablen der Körperkontrolle

Historische Entwicklung des Taekwondo

  1. The Evolution of Tae Kwon Do Poomsae, Hyung and Tul-Part 2 - YMAA (2019)

    • Detaillierte Darstellung der Entwicklung von Palgwe zu Taegeuk

    • Zusammenhang mit olympischen Bestrebungen

  2. Wikipedia: Taegeuk (Taekwondo) (Stand: Mai 2025)

    • Offizielle Historie der Formentwicklung

    • Zeitliche Einordnung der Änderungen

  3. Wikipedia: Hyeong (Stand: Dezember 2025)

    • Ursprünge und Karate-Wurzeln

    • Unterschiede zwischen traditionellen und modernen Formen

  4. The Taegeuk and Palgwe forms - MSU Taekwondo (PDF)

    • Philosophische Grundlagen beider Formenserien

    • Technische Unterschiede

Traditionelle Karate-Stellungen

  1. Wikipedia: Karate Stances (Stand: Dezember 2025)

    • Grundprinzip: "In all diesen Stellungen sind die Knie sehr leicht gebeugt"

    • Definitionen grundlegender Stellungen

  2. Zenkutsu-dachi (Front stance) - The Martial Way

    • Detaillierte biomechanische Begründung der Kniebeugung

    • Physotherapeutische Perspektive

  3. The Complete List of Basic Karate Stances - The Karate Lifestyle (2024)

    • Umfassende Übersicht traditioneller Stellungen

    • Konsistente Betonung gebeugter Knie

Wettkampf und Bewertung

  1. Poomsae Referee Rules In World Taekwondo - Taekwondo4Fitness (2025)

    • Offizielle Bewertungskriterien

    • Betonung auf "Präsentation" und Ästhetik

  2. The Evolution of Forms: Understanding the Artistry in Taekwondo Patterns - TKD Wellness (2024)

    • Einfluss der Olympischen Spiele auf Formgestaltung

    • Betonung "explosiver und dynamischer Bewegungen"

Verletzungsprävention und Medizin

  1. Managing joint hyperextension injuries - Gleneagles Hospitals

    • Medizinische Perspektive auf Hyperextension

    • Risikofaktoren und Prävention

  2. Knee Hyperextension Injuries: Causes & Treatment - Joint Replacement Center Scottsdale (2025)

    • Klinische Darstellung von Hyperextensionsverletzungen

    • Bedeutung schwacher Muskulatur als Risikofaktor

  3. An Investigation of Knee Injury Profiles among Iranian Elite Karatekas - PMC 8296942

    • 73,6% Knieverletzungsrate bei Elite-Karateka

    • ACL-Ruptur, Knorpelschäden und Meniskusverletzungen als Hauptverletzungen

BUG 2 - DIE HOCHTRITT-ILLUSION

Die Obsession mit hohen Tritten.

Taekwondo-Marketing zeigt dir hohe Kopftritte, Drehtechniken, spektakuläre Akrobatik. Sieht beeindruckend aus, oder?"

In realen Selbstverteidigungs-Situationen? Katastrophal.

 

QUELLE: "An epidemiological study of martial arts injuries, 2023: knee was the single most common location of injury (9.7%)"

Studien zu Kampfsport-Verletzungen zeigen:

Das Knie ist mit 9,7% die häufigste Verletzungsstelle – besonders bei Tritttechniken.

 

Hohe Tritte brauchen:

  • Zeit zum Ausführen

  • Perfekten Untergrund (kein Eis, keine Treppen)

  • Bewegungsfreiheit (keine enge Kleidung)

  • Ideale Range

Traditionelles Karate? Tritte gehen primär zum Knie, zur Leiste, maximal Solarplexus. Niedriger Schwerpunkt, schnelle Ausführung, höhere Erfolgsrate.

QUELLE: "Kukkiwon 2006: poomsae...designed to be performed...against an imaginary opponent"

Das Problem:

Moderne Poomsae wurden designed für imaginäre Gegner, nicht für reale Bedrohungen.

 

BUG 3 - PHILOSOPHIE VOR PRAGMATISMUS 

Die Verschiebung von praktischer Kampffähigkeit zu philosophischer Performance.

QUELLE: "Wikipedia Taekwondo: philosophy centers on development of a peaceful society"

Versteh mich nicht falsch – Disziplin, Respekt, Selbstbeherrschung sind wertvoll. ABER:

Wenn du 80% deiner Trainingszeit mit Formen verbringst, die für Wettkampfbewertung optimiert sind, und nur 20% mit realistischem Sparring...

Trainierst du für Punkte oder für Schutz?

...trainierst du eine Performance-Kunst, keine Kampfkunst.

 

Im traditionellen Karate hat JEDE Bewegung in der Kata eine konkrete Kampfanwendung – Bunkai genannt. Bei modernen Taegeuk?"

QUELLE: "Taekwondo Wiki: 'initially conceived for children, geared toward preparing students for sparring in sports-style taekwondo'"

Die Formen wurden 'für Kinder konzipiert' und bereiten auf 'Sparring im Sportstil' vor – nicht auf Selbstverteidigung."

 

POSITIVE ENTWICKLUNGEN 

Aber es ist nicht alles negativ! Wo übertrifft Taekwondo das Karate?

Welche Techniken übernehmen wir in unserem Training:

POSITIVE 1: BEINARBEIT & FLEXIBILITÄT SPRECHER:

Die Betonung auf Beinarbeit hat Taekwondo-Praktizierende zu den flexibelsten und explosivsten Kickern weltweit gemacht.

Wenn du diese Kicks niedrig ansetzt – Knie, Oberschenkel, Körpermitte – hast du Waffen, die Karateka oft nicht haben.

POSITIVE 2: ATHLETISCHE KONDITION SPRECHER:

Das Training ist kardiovaskulär intensiver als traditionelles Karate.

Bessere Ausdauer, schnellere Reflexe.

QUELLE: "Comparison of energy consumption...Taekwondo Poomsae, 2023"

POSITIVE 3: Taekwondo integriert wie Karate moderne Biomechanik-Forschung aktiv.

 

QUELLE: "PMC 6090404, 2018: Proprioceptive training improved balance in Poomsae athletes

 

Studien zu Balance-Training, Propriozeption, Verletzungsprävention – Taekwondo nutzt Sport-Science.

POSITIVE 4: PSYCHOLOGISCHE RESILIENZ SPRECHER: Wie im Karate beim Wettkampfdruck, vor Richtern zu performen – das trainiert mentale Stärke, die in Konfrontationen hilfreich sein kann."

DIE LÖSUNG - HYBRID-ANSATZ 

Also, was ist die Lösung für echte Selbstverteidigung?

Erstens: KENNE die Bugs. Du kennst sie jetzt.

LÖSUNG 1: KORRIGIERE DIE BIOMECHANIK (Korrektur der Kniehaltung)

In deinem Training außerhalb von Wettkämpfen: Knie IMMER leicht gebeugt. Keine Ausnahmen."

LÖSUNG 2: ERGÄNZE MIT TRADITIONELLEN FORMEN

Lerne auch die älteren Palgwe-Formen oder studiere Karate-Kata.

Verstehe die Bunkai – die realen Anwendungen.

QUELLE: "Hyeong Wikipedia: hyung used primarily as interval training...developing proper kinetics"

LÖSUNG 3: NIEDERIGE DEINE TRITTE (Effektive niedrige Kicks)

 

Nutze deine Taekwondo-Trittkraft, aber targete Knie, Schienbein, Leiste. Schneller, stabiler, effektiver.

LÖSUNG 4: REALITÄTS-SPARRING

Ergänze Point-Sparring mit realistischeren Szenarien:

  • Verschiedene Kleidung

  • Unebene Untergründe

  • Überraschungsangriffe

  • Mehrere Gegner

LÖSUNG 5: CROSS-TRAINING 

Wir implementieren die besten Selbstverteidiger:

  • Taekwondo für Kicks und Athletik

  • Karate/Kung Fu für Handtechniken und Distanz

  • Grappling (Jiujutsu) um den Bodenkampf verlassen zu können

  • Boxen für realistische Kopfbewegung

  • Stockkampf für Geschwindigkeit und Waffenkompetenz

PSYCHOLOGISCHE SELBSTVERTEIDIGUNG

Aber hier ist die wichtigste Lektion:

Die beste Selbstverteidigung ist nicht-physisch.

 

90% der Selbstverteidigung passiert VOR dem ersten Schlag

Situationsbewusstsein. Deeskalation. Körpersprache.

Das Vertrauen, das Kampfkunsttraining gibt, kann Konfrontationen VERHINDERN.

Studien zeigen: Täter wählen Opfer basierend auf ihrer Ausstrahlung.

Ein Schwarzgurt, der aufrecht geht und Umgebungsbewusstsein zeigt, wird seltener angegriffen.

UND: Die Disziplin und Selbstkontrolle, die wir lehren – das sind die echten Selbstverteidigungs-Tools. Die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, klare Entscheidungen zu treffen, nicht zu eskalieren.

Also, was du über Taekwondo wissen musst, wenn du dich verteidigen willst:

  1. Es IST eine effektive Kampfkunst – wenn du die Bugs kennst und korrigierst

  2. Sportifizierung hat biomechanische Fehler eingeführt – Knie bleiben gebeugt!

  3. Hohe Tritte sind für Shows – niedrige Tritte für Selbstverteidigung

  4. Kombiniere das Beste aus Taekwondo mit traditionellen Prinzipien

  5. Echte Selbstverteidigung ist 90% mental, 10% physisch

Taekwondo kann Teil deiner Selbstverteidigungs-Strategie sein – eine starke Komponente sogar. Aber nur, wenn du verstehst, was du lernst,

WARUM es sich so entwickelt hat, und wie du es anpassen musst."

Die fünf Ursprungsstile

Nach der Unabhängigkeit Koreas im Jahr 1945 kehrten Koreaner zurück in ihr Heimatland, die in Japan und der Mandschurei japanisches Karate gelernt hatten. Sie eröffneten die fünf ursprünglichen Kampfkunst-Schulen, aus denen später das Taekwondo entstehen sollte. Die Namen dieser Schulen endeten alle auf Kwan, was im wörtlichen Sinne „Halle“ bedeutet.

  • Lee Won-Kuk hatte Shōtōkan-Karate bei Gichin Funakoshi gelernt und begann bereits 1944, Dangsudo in seiner Schule, dem Cheongdo-Kwan („Halle des wahren Weges“ – 청도관; 靑濤館) in Seoul, zu unterrichten. Lee flüchtete 1953 aus politischen Gründen nach Japan und emigrierte 1976 in die USA.

  • Hwang Ki lernte ab 1936 in der ebenfalls japanisch besetzten Mandschurei vermutlich Karate, auch wenn er den Stil später als einen chinesischen ausgab (siehe Ursprung von Karate). 1945 gründete er in Seoul den Moo Duk Kwan („Halle der Kampftugenden“ – 무덕관; 武德館). Seinen Stil nannte er zunächst ebenfalls Dangsudo, später dann, in Korea, Subakdo (meist Soo Bahk Do geschrieben) – 수박도, 手搏道. Auf internationaler Ebene behielt er den Namen Dangsudo (meist geschrieben als „Tang Soo Do“, auch „Tangsoodo“, kurz TSD) bei, unter dem sein Stil vor allem in den USA heute noch betrieben wird. Hwang Kis Kampfkunstschule nennt sich heute international wie in Korea bzw. USA offiziell Soo Bahk Do Moo Duk Kwan.

  • Chun Sang-Sup hatte Judo und Karate während seines Studiums in Japan gelernt und schloss sich 1946 dem Yeonmu-Kwan an, der größten Seouler Judo-Schule, wo er neben Judo auch Gongsudo bzw. Kongsoodo (jap. Karatedo) unterrichtete. Chun gilt als im Korea-Krieg verschollen. Seine Schüler änderten den Schulnamen daraufhin in Jido-Kwan („Weg der Weisheit“ – 지도관; 智道館).

  • Yoon Byung-In kehrte als ranghöchster koreanischer Karateka aus Japan zurück, wo er bei Kanken Toyama (Stilgründer des Shudokans – 修道舘) den 5. Dan im Shudokan-Karate erreicht hatte. Er soll in der Mandschurei auch Kwŏnbŏp (권법, 拳法; sinokoreanische Aussprache vom chinesischen Begriff „拳法 Quánfǎ“, alias japanische Aussprache „Kenpō“, wörtlich „Faustlehre, Faustmethode“) gelernt haben.

    Ebenfalls 1946 gründete er den Changmu-Kwan im Seouler YMCA und nannte seinen Stil (vermutlich aus politischen, das heißt anti-japanischen Gründen) Kwon-Bop (wörtlich „Faustlehre, Faustmethode“). Yoon wurde vermutlich während des Korea-Krieges nach Nordkorea verschleppt.

  • Ro Byung-Jik hatte zusammen mit Lee Won-Kuk Shōtōkan-Karate bei Gichin Funakoshi gelernt und trug bei seiner Rückkehr den 1. Dan. Seine erste Schule – Song Moo Kwan – 송무관; 松武館 – gründete er bereits vor der Unabhängigkeit in Kaesŏng im heutigen Nordkorea, zog aber mangels Erfolg 1946 nach Seoul und eröffnete dort den Song Mu Kwan – 송무관; 松武館 (abgeleitet von „Song Do Kwan“, der koreanischen Aussprache des japanischen Shōtōkan – 松濤館).

Alle nannten ihren Stil zunächst Dangsudo (Tangsoodo), „Weg der (Dang-)China-Hand“, später nach dem Prozess der Meiji-Restauration als Gongsudo (Kongsoodo) – „Weg der leeren Hand“. In beiden Fällen handelt es sich um die koreanische Aussprache dessen, was nach der japanischen Aussprache als Karatedo gelesen wird.

Das Wort „Karate“ erfuhr im Anfang des 20. Jahrhunderts in den 1930ern nach der Zeit der Meiji-Restauration im kaiserlichen Japan eine Deutungs- bzw. Bedeutungsänderung von „(Dang-)China-Hand“ in „leere Hand“ aus Gründen des Nationalismus in Japan (vgl. Gichin FunakoshiNationalismus). In diesen fünf ersten Seouler Taekwondo-Schulen wurde ursprünglich also die eine oder andere Art Karate trainiert, und Ausländern gegenüber wurde es bis in die 1960er Jahre hinein als „Koreanisches Karate“ vorgestellt. Allerdings bestanden zwischen den Schulen unterschiedliche Standards für Dan-Prüfungen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Taekwondo

Theorie der Kraft nach Choi Hong-hi

Um mit einer Taekwondo-Technik die nötige Kraft und die damit verbundene durchschlagende Wirkung zu erzielen, bedient sich der Taekwondoin bestimmter physikalischer Gesetzmäßigkeiten. Das Wissen um diese physikalischen Gesetze nannte Choi Hong-hi „Theorie der Kraft“, wobei im Taekwondo der Begriff „Kraft“ synonym mit der physikalischen Kraft und den physikalisch verwandten Begriffen Druck (Physik) und Impuls verwendet wird. Die „Theorie der Kraft“ besteht aus:

  • Konzentration: Die gesamte Kraft genau im Moment des Schlages auf eine möglichst kleine Fläche wirken zu lassen. Große Fläche = kleine Kraftwirkung, kleine Fläche = große Kraftwirkung.

  • Reaktionskraft: Gegnerische Kraft plus eigene Kraft = Kraft, die auf den Gegner einwirkt.

  • Gleichgewicht: Angriff wird wirksamer und Abwehr wird stabiler, wenn der Körper sich im Gleichgewicht befindet.

  • Atmungskontrolle: Eigene Schlagwirkung und Schutz des eigenen Körpers erhöhen sich durch Anspannen der Bauchmuskeln (Ausatmen und Pressen) im Moment des Schlages.

  • Schnelligkeit: Je größer die Geschwindigkeit, desto größer ist die wirksame Kraft.

  • Masse: Je größer die am Schlag beteiligte Masse (Hüfte und gesamter Körper, nicht nur der schlagende oder tretende Körperteil), desto größer die wirksame Kraft.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Taekwondo

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